Der Kontext macht die Musik

Aus beruflichem Anlass bin ich z.Z. auf der Kommunikationsschiene unterwegs. Dabei bleibt es bei mir nicht aus, dass ich mich und die jeweilige Gegenüber in verschiedenen Situationen beobachte und die Reaktionen auf meine zuweilen kläglichen Kommunikationsansätze einzuschätzen versuche. Heute morgen hatte ich dabei ein etwas irritierendes Erlebnis.

Und das war so…
Durch meine dritte Tasse Kaffee etwas in den Bereich der Hyperaktivität versetzt, und durch den Umstand, dass ich heute nur 2 Km Schwimmen war, was wiederum durch eine auf die premethyltheobrominen Phase zurückzuführende Lethargie verursacht wurde, teilte mir Tina heute morgen beim Frühstück mit, ich sei diesen Morgen wohl etwas komisch oder sonderbar. Der genaue Wortlaut, so muss ich gestehen, ist mir leider auf Grund der folgenden Ereignisse nicht mehr präsent. Zu diesem Zeitpunkt lag vor mir auf dem Tisch gerade eine Zeitschrift [singlepic id=14 w=100 h=141 float=right], die ich, wie viele andere zum Zwecke der Abdomenwohlformung erstanden habe. Die Strategie dabei ist immer die gleiche und weicht nur leicht von meiner gymnasialen Lernstrategie ab. Damals war ich mir sicher, das zu erlernende Wissen würde nachts durch das Kissen, unter welches ich das Schulbuch gelegt hatte in meinen Telencephalon diffundieren. Diese Zeitschriften haben einen ähnlichen Zweck. Ich lege sie an verschiedenen Stellen aus um mein Unterbewustsein zu animieren meine abdominalen Muskelfasern zu stimulieren ein Spormodell gleiches Sixpack auszuformen. Bislang konnte diese Theorie leider nicht durch ein praktisches Beispiel untermauert werden. Ich arbeite weiter daran.

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Nun diese Zeitschrift lag vor mir und ich sagte “Warum bin ich sonderbar? Weil ich so aussehen will wie der?”.

Es dauerte eine Weile und Tina lachte laut los. Etwas beschämt, ob meiner  Einschätzung ich könne einen adipösen Körper in einen Adonisbody verwandeln, grummelte ich etwas unverständliches vor mich hin. Tina schaute irritiert über Ihre Zeitung zu mir und fragte “Was?”. Sie hatte wohl nur mit einen halben Ohr zugehört und einen völlig anderen Kontext als ich vor Augen.

Sie dachte ich wolle so aussehen wie Buschi.

 

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